Weiterbildung „Fachkraft Strohballenbau (FASBA)“ 2021

Datum/Zeit
15.03.2021 - 13.05.2021
Ganztägig

Veranstaltungsort
Forschungs- und Schulungswerkstatt "Halle 57"


Gute Nachrichten:

Im zweiten Halbjahr 2020 konnten wir all unsere Seminare trotz Corona erfolgreich abschließen, daher gehen wir Stand heute davon aus, dass wir auch unsere Seminare 2021 durchführen können.

Ihr BiWeNa-Team

Stand: 5. September 2020


In dieser Weiterbildung wird nicht nur die Faszination des Bauens mit Strohballen vermittelt, sondern auch das ganze Wissen, um den Stroheinbau und das anschließende Verputzen später auf der Baustelle verantwortungsvoll durchführen zu können.
In der 160-stündigen Weiterbildung werden nicht nur die verschiedenen Strohbauweisen bis hin zu den unterschiedlichsten Detaillösungen theoretisch vermittelt, sondern diese vor allem auch praktisch an 1:1 Modellen in der uns zur Verfügung stehenden großen Werkhalle vermittelt.

Diese Weiterbildung wir von der Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e.V. in Kooperation mit dem Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. (FASBA) und in pädagogischer Verantwortung des Vereins niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) angeboten.

 

Termine: 1. Block: 15.03. – 25.03.2021 (der Sonntag dazwischen ist frei)
2. Block: 03.05. – 13.05.2021 (der Sonntag dazwischen ist frei)
  Da die beiden Module aufeinander aufbauen, können sie nur zusammen gebucht werden.
Zeit jeweils Mo. – Fr., 800 bis 1730 Uhr
Ort Forschungs- und Schulungswerkstatt des
Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen (NZNB)
Artilleriestr. 14
27283 Verden
Anmeldeschluss 21.02.2021
Frühbucher 31. Dezember 2020
(Wenn Sie bis zu diesem Datum gebucht haben, bekommen Sie einen Frühbucherrabatt von 125,00 €)
Anmeldung Bitte Anmeldung ausfüllen, unterschreiben und zuschicken
Bitte beachten Sie unsere Vertragsbedingungen am Ende des Formulars. Mit der Anmeldung zum Seminar stimmen Sie diesen zu.
Stundenplan Hier finden Sie den Stundenplan für die Weiterbildung
Wegbeschreibung: So finden Sie uns
Dozent/innen Dittmar Hecken, Michael Fischer, Dirk Scharmer,  Thomas Mill, Dirk Großmann,  Robert Habenicht, Dorothee Weckmüller und Friederike Fuchs

 

Kursgebühren
Seminar Normalpreis 2.900,00 €
Frühbucher (bis 31.12.2020) -125,00 €
Arbeitssuchende / Studierende (gegen Vorlage einer
gültigen Arbeitslosen- bzw. Studienbescheinigung)
– 125,00 €
Partnerrabatt (für jeweils eine Person) – 125,00 €
Belegung mehrerer Kurse bei der BiWeNa – 125,00 €
Die einzelnen Ermäßigungen können auch kumuliert werden:
Jemand, der seinen Partner mitbringt, bis zum 31.12.2020 bezahlt (Frühbucher) und schon andere Kurse bei der BiWeNa belegt hat, spart 3 mal 125,00 € ein und muss nur noch 2525,00 € bezahlen.
Bitte beachten Sie auch die diversen Fördermöglichkeiten! Informationen dazu finden sie hier.
Sie bekommen nach Ihrer Anmeldung von uns eine Rechnung für die Weiterbildung sowie für Verpflegung und Unterkunft zugesandt. Erst nach Eingang Ihrer Zahlung ist Ihre Anmeldung gültig.
Übernachtungen Bei den Übernachtungsmöglichkeiten handelt es sich um eine einfache Tagungshausunterbringung des Tagungshauses Forum.
Auf Grund von Corona und den deswegen geforderten Hygienevorschriften darf das Tagungshaus Forum so lange die Pandemie anhält, nur noch Einzelzimmer vermieten. Eine Ausnahme gilt für Personen aus einem Haushalt (bitte bei der Anmeldung angeben).
Als Folge davon kann es sein, dass wir ev. nicht mehr alle Teilnehmenden im Tagungshaus unterbringen können. Wenn dies der Fall ist, möchten wir Sie bitten, sich selbst um eine Unterkunft zu kümmern. Wir helfen Ihnen dabei gerne, fragen Sie uns (info@biwena.de).
Auf Grund des gestiegenen Reinigungsmehraufwandes ist der Preis für die Übernachtung von Seiten des Tagungshauses auch erhöht worden.
Im Tagungshaus:
20 Übernachtung pro Person:
600,00 €
Anreise am Sonntag vor dem jeweiligen Block:
14.03.2021
30,00 €
02.05.2021 30,00 €
Bitte eigene Bettwäsche mitbringen.
Alternativ ist es auch möglich, sie im Tagungshaus auszuleihen. Kosten:
10,00 €
Eigenes Wohnmobil oder eigenes Zelt incl. Badnutzung
Aufgrund von Corona und den deswegen geforderten Hygienevorschriften dürfen z.Z. nicht mehr als zwei Personen mit Zelt und zwei Personen mit Camper auf dem Platz übernachten. Auch dürfen die Duschen in der Seminar- und Praxis-Halle 57 nicht benutzt werden, so dass dafür nur die Duschen in den Bädern des Tagungshaus zur Verfügung stehen (zwei Minuten zu Fuß).
20 Übernachtung pro Person: 100,00 €
Anreise am Sonntag vor dem jeweiligen Block
14.03.2021
5,00 €
02.05.2021 5,00 €
Bitte auf dem Anmeldeformular das Gewünschte ankreuzen!
Die Preise können sich eventuell seitens des Tagungshauses noch verändern
 
Verpflegung Während des Seminars können wir vom Team des Bio-Restaurant „Liekedeeler“ verpflegt werden.

Die Selbstversorgerküche im Tagungshaus Forum ist z.Z. leider aufgrund von Corona und den deswegen geforderten Hygienevorschriften geschlossen.
Sie haben daher die Wahl sich auf Ihrem Zimmer („kalte Küche“)  oder in Ihrem Hotel, sofern es dort angeboten wird, selbst zu verpflegen oder Sie nehmen an der Vollverpflegung in unserem Bio-Restaurant Liekedeeler teil.
Allerdings wird für diese Vollverpflegung (3 Mahlzeiten pro Tag) eine Mindestanzahl von 12 Personen aus unserem Seminar benötigt.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie von Montag bis Freitag nur zu Mittag im Liekedeeler á la Carte essen und sich für Frühstück und Abendessen sich in Ihrem Zimmer selbst versorgen.

Vollverpflegung Vegetarisch
(56 Mahlzeiten, ohne Samstagabend und Sonntag)
708,00 €
Vollverpflegung Fleisch
(56 Mahlzeiten, ohne Samstagabend und Sonntag)
768,00 €
Ich verpflege mich anderweitig 0,00 €
Bitte auf dem Anmeldeformular das Gewünschte ankreuzen!
Die Preise können sich eventuell seitens des Liekedeelers noch ändern
Weitere Leistungen Kursunterlagen und Teilnehmerzertifikat
Bitte mitbringen:
Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Arbeitsschutzbrille, ggf. Gehörschutz, Zollstock, Bleistift, Akkuschrauber (nur so vorhanden) und Cutter.
Ausreichend Masken bei anhaltender Pandemie

Inhalte der Weiterbildung

Der Stoffplan umfasst die folgenden Kernthemen, die ihrerseits weiterhin thematisch untergliedert sind:

  • 01a FensterdetailEinführung in den Strohbau
  • Grundlagen zum Bauen mit Stroh
  • Ständerbauweise
  • Putze und Bekleidungen
  • Bauphysik und Nachhaltigkeit
  • Lasttragender Strohballenbau
  • Außendämmung mit Strohballen
  • Selbständigkeit und Wirtschaftlichkeit im Strohballenbau

Wer kann an der Weiterbildung teilnehmen?

An der Weiterbildung können alle teilnehmen, die Freude am praktischen Arbeiten haben und sich dafür interessieren, tiefer in die Materie einzusteigen. Handwerkliches Geschick und ein Grundverständnis für die Bauphysik sind gute Voraussetzungen.
Sie eignet sich daher sowohl für Handwerker*innen, wie auch für Planer*innen und Berufsschullehrer*innen sowie für Bauherren und –frauen, die beim eigenen Strohhaus selbst mit Hand anlegen wollen.

Welche Vorteile bietet die Weiterbildung?

Die Teilnehmenden sind nach Beendigung der Weiterbildung in der Lage, den Strohbau auf einer Baustelle nach einer vorliegenden Planung und Statik handwerklich fachgemäß durchzuführen und anschließend Wände und Decken fachgerecht zu verputzen. Des Weiteren können sie die ETA (European Technical Assessment) und die SBR 2019 (Strohbaurichtlinie) anwenden und verfügen über fundierte Kenntnisse der Details und der diversen Anschlüsse eines Strohballenhauses. Sie kennen die ökologischen Vorteile des Strohbaus und sind in der Lage Kunden diesbezüglich zu beraten. Sie haben gelernt einen Betrieb wirtschaftlich zu führen und kennen die Grundzüge der Vermarktung und Kundenorientierung.
Die Nachfrage nach nachhaltigen und wohngesunden Gebäuden wird derzeit immer größer, so dass sich hier ein neuer und interessanter Markt entwickelt.

Warum ist das Bauen mit Strohballen zukunftsweisend?

  • Zuerst zeichnet Strohballenhäuser ihre Qualität für Nutzer aus: Ausgeglichenes Raumklima bei Lehminnenputz, Verwendung natürlicher Baustoffe (Holz, Stroh, Lehm) sowie auch ein subjektiver Wohlfühlfaktor.
  • Ca. 20 % des in der Landwirtschaft jährlich anfallenden Strohs werden nicht benötigt – genug für die Wärmedämmung von bis zu 350.000 Einfamilienhäusern.
  • Stroh ist besonders nachhaltig (jährlich nachwachsend) und regional verfügbar.
  • Es besteht keine Flächenkonkurrenz zum Anbau von Nahrungsmittelpflanzen.
  • Bioqualität ist möglich.
  • Die Herstellung ist einfach.
  • Bauen mit Stroh schützt das Klima dreifach:
    • Durch CO2-Speicherung beim Wachstum,
    • Mit minimalen CO2-Emissionen bei der Herstellung von Strohballen,
    • Dank Vermeidung von CO2-Emissionen durch Wärmedämmung im Gebäudebetrieb.
  • Energieeffizienz bei Herstellung und Betrieb: Der Herstellungsaufwand eines konventionellen Massivbaus wird bei einem Strohbau erst nach Herstellung und 69 Jahre Betrieb erreicht.
  • Praktisch jeder Wärmedämmstandard kann erreicht werden, z.B. ein U-Wert von 0,15 W/(m²∙K) bei einer strohgedämmten Außenwand mit 36 cm Dämmstärke und 6 cm breiten Holzständern; Wärmeleitfähigkeit quer zur Haupthalmrichtung: 0,048 W/(m∙K).
  • Stroh speichert Wärme und bewirkt so einen guten sommerlichen Wärmeschutz.
  • Sehr gute Brandschutzeigenschaften: Eine 36 cm dicke strohgedämmte Wand mit mindestens 8 mm Putzschicht erreicht F30 nach DIN 4102 und kann als schwer entflammbar (B nach DIN EN 13501) betrachtet werden.
  • Eigenleistung beim Stroheinbau schafft Identifikation und bietet Einsparpotenzial.
  • Nachnutzung: Holz, Stroh und Lehm sind weiterverwertbar.
  • Neben der Primärenergie wird zunehmend die CO2-Bilanz eines Baustoffes wichtig:
    Während die Herstellung eines zweischaligen Mauerwerks (KS-Stein, Mineralwolle, Vormauerziegel) die Atmosphäre mit 40.033 kg CO2-Äquivalent verschmutzt, entlastet eine Strohballenwand hingegen die Atmosphäre mit ca. 3.353 kg CO2-Äquivalent. Dies entspricht 361.500 km mit einem sparsamen 5-Liter-Mittelklassewagen.
    Vergleicht man das ganze Gebäude so beträgt die Differenz sogar 97 t CO2-Äquivalent. Ein sparsamer Mittelklassewagen kann bis zu 811.000.km fahren, bis die gleiche Klimabelastung erreicht ist. Dies entspricht ca. einer 20-fachen Erdumrundung.
  • Mit Strohballen ist es nicht nur möglich neue Häuser zu bauen, sondern auch beste­hende Häuser von außen zu dämmen, um so einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauches zu leisten.
  • Mit dieser Bauweise kann man einerseits effizient vorfertigen, wie auch andererseits den Bauleuten eine Möglichkeit zur Selbsthilfe anbieten.

(zu finden in der Broschüre Strohgedämmte Gebäude der FNR)

Hier einige Rückmeldungen von Teilnehmenden der Weiterbildung:

Pedi: „Ein nötiger Zwischenschritt zum eingeständigen Handwerk.“

Robert: „Zuerst einmal muss ich sagen dass ich sehr positiv überrascht war von der Qualität der Fortbildung. Ich habe nach vier Wochen Verden tatsächlich das Gefühl soweit mit Materie und Technik vertraut zu sein um mit Stroh bauen zu können. Man bekommt einen Einblick in die Arbeit des FASBA, versteht wie das Wissen und die Grundlagen erarbeitet wurden, versteht die Auseinandersetzung mit den bürokratischen Rahmenbedingungen. Das gibt mir die Gewissheit dass die Methode/n die Ihr an uns weitergegeben habt, nicht nur funktionell und effizient sind, sondern auch den bauaufsichtlichen und nötigen bauphysikalischen Anforderungen gerecht werden. Ich schätze sehr wie in eurem Kurs nicht nur eine bestimmte Art des Bauens vermittelt wird, sondern dass auch Stärken und Schwächen offen diskutiert werden. Dass es immer möglich, vielleicht sogar nötig ist, Dinge in Frage zu stellen, hat die Verwendung von Stroh als Baustoff in Deutschland überhaupt erst möglich gemacht. Dieser kritische und produktive Geist wird auch in der Fortbildung weitergegeben. Selten hat lernen so viel Spaß gemacht. Vielen Dank“

Marc: Vielen Dank an dich Dittmar! Klasse Truppe, klasse Referenten, klasse Strohballenbau. Meine Begeisterung hat sich weiter gefestigt und ich werde mein Bestes geben, dass der Strohballenbau auch in Luxemburg zu einer coolen Alternative wird. Dazu war die Weiterbildung goldrichtig. Jede Minute hat sich gelohnt. Danke!!

NN: „Der Kurs war super. Stroh ist ein toller Baustoff. Die Referenten haben alle Themen und das Thema „Bauen mit Stroh“ perfekt vermittelt.“

Heiko: „Der Kurs hat sowohl theoretisch als auch praktisch sehr viele wertvolle Informationen gebracht. Es war eine tolle Zeit mit tollten Leuten und interessanten Aufgaben. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, an dem Kurs teilzunehmen. Danke an alle Beteiligten.“

Matze: „Vielen Dank für den vielen Input und die Möglichkeit umfassende Kenntnisse zum Strohbau zu erlangen. Das war ein ausgewogener Kurs mit einer schönen Mischung aus Theorie, Praxis und den unterschiedlichen Techniken.“

Nathanael: Die Strohballen konnten mich fast zur Verzweiflung bringen und jetzt, zwei Wochen später, werde ich´s auf jeden Fall wagen so zu bauen!

Konstantin: „Super Kurs!Super Leute! Ist jedem weiter zu empfehlen der etwas über den Strohbau lernen möchte.“

Eric: … ich hätte mal früher kommen sollen! Wer in kurzer Zeit möglichst viel über Strohbau lernen möchte, ist hier an der richtigen Adresse! Vielen Dank!

Inzwischen sind schon etliche der Teilnehmenden auf Strohballenbaustellen tätig.

 

Ansprechpartner:

Für die Anmeldung:
Dittmar Hecken
Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e.V. (BiWeNa)
Artilleriestr. 6
27283 Verden
Tel.: 04231 – 960 254 51
Mail: info@biwena.de

Bei Fragen zum Seminar wenden Sie sich bitte an:
Dittmar Hecken:  Tel.: 04231 – 960 254 51

 

Wer sich schon heute ausbilden lässt,
ist der Konkurrenz schon morgen den entscheidenden Schritt voraus
und kann dadurch neue Kunden gewinnen!

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