Datum/Zeit
07.03.2016 - 09.06.2016
Ganztägig

Veranstaltungsort
Forschungs- und Schulungswerkstatt "Halle 57"


3 Logos senkrechtDie Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e.V. (BiWeNa) bietet in Kooperation mit dem Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. (FASBA) und in pädagogischer Verantwortung des Vereins niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) die folgende Weiterbildung zur Fachkraft Strohballenbau (FASBA) an.

In ihr werden die Faszination und die grundlegenden Techniken des Bauens mit Strohballen vermitteln. Dazu werden nicht nur die verschiedenen Strohballenbauweisen bis hin zu den unterschiedlichsten Detaillösungen theoretisch vermittelt, sondern diese in der zur Verfügung stehenden großen Werkhalle vor allem auch praktisch gelehrt. Der weit größte Teil der insgesamt 200-stündigen Weiterbildung wird in der Werkhalle stattfinden. Ein Fünftel der Zeit ist für die eigenständige Erarbeitung und Vertiefung anhand von vorbereitetem Lernmaterial vorgesehen (ausgearbeitetes Skript, detailliertes Glossar, Vortragsunterlagen, weiterführende Literatur …).

1. Block 07.03. – 17.03.2016 (Sonntag frei)
2. Block
30.05. – 09.06.2016 (Sonntag frei)
Zeit jeweils Mo. – Fr., 800 bis 1730 Uhr
Ort Forschungs- und Schulungswerkstatt des
Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen (NZNB)
Artilleriestr. 14
27283 Verden
Anmeldeschluss 21. Februar 2016
Frühbucher 31. Januar 2016
Anmeldung Bitte Anmeldung ausfüllen, unterschreiben und zuschicken
Stundenplan Hier finden Sie den Stundenplan für die Weiterbildung
Wegbeschreibung So finden Sie uns
Broschüre Eindrücke von unserer Ausbildung
Dozent/innen Friederike Fuchs, Dittmar Hecken, Michael Fischer,
Benedikt Kaesberg, Dirk Scharmer,
Dorothee Weckmüller, Ingo Hannemann

 

Kursgebühren
Seminar Normalpreis 2.800,00 €
FASBA – Mitglieder – 125,00 €
Frühbucher (bis 31.01.2016) -125,00 €
Arbeitssuchende / Studierende (gegen Vorlage einer
gültigen Arbeitslosen- bzw. Studienbescheinigung)
– 125,00 €
Partner oder Gruppenrabatt – 125,00 €
Belegung mehrerer Kurse (BiWeNa, FASBA, LSV) – 125,00 €
Die einzelnen Ermäßigungen können auch kumuliert werden:
Jemand, der seinen Partner mitbringt, bis zum 31.01.2016 bezahlt (Frühbucher) und schon andere Kurse belegt hat, muss nur noch 2.425,- € bezahlen.
Bitte beachten Sie auch die diversen Fördermöglichkeiten! Informationen dazu finden sie hier.
Sie bekommen nach Ihrer Anmeldung von uns eine Rechnung für die Weiterbildung sowie für Verpflegung und Unterkunft zugesandt. Erst nach Eingang Ihrer Zahlung ist Ihre Anmeldung gültig.
Übernachtungen In einfacher Tagungshausunterbringung in Mehrbettzimmern des Tagungshauses forum.
Die Zimmerzuteilung erfolgt vor Ort, (Männer und Frauen getrennt, Freunde und Paare zusammen).
Wünsche bitte bei der Anmeldung angeben – wir werden versuchen, diese zu berücksichtigen.
Im Tagungshaus:
20 Übernachtung pro Person:
400,00 €
Anreise an den beiden Sonntagen vor der Weiterbildung
(Zwei Übernachtungen)
40,00 €
Bitte eigene Bettwäsche mitbringen.
Gegen eine Unkostengebühr kann diese auch im Tagungshaus pro Block ausgeliehen werden.
jeweils9,00 €
Wohnmobile incl. Badnutzung
20 Übernachtung pro Person:
100,00 €
Anreise an den beiden Sonntagen vor der Weiterbildung
(2 Übernachtungen)
10,00 €
Verpflegung Während des Seminars können wir vom Team des Bio-Restaurant „Liekedeeler“ verpflegt werden. Eine Vollverpflegung (3 Mahlzeiten pro Tag) ist aber erst ab einer Gruppengröße von 12 Personen möglich.
Im Tagungshaus steht eine Küche zur Verfügung, in der sich die Teilnehmenden selbst verpflegen können.
Alternativ gibt es Mittag- und Abendessen á la carte, an den Tagen, an denen das Restaurant geöffnet ist.
Vollverpflegung Vegetarisch
(jeweils Montagmittag bis Samstagmittag bzw. Donnerstagmittag):
576,00 €
Vollverpflegung Fleisch
(jeweils Montagmittag bis Samstagmittag bzw. Donnerstagmittag):
616,00 €
Selbstverpflegung ist in der Tagungshausküche
60,00 €
Ich verpflege mich selbst 0,00 €
Bitte bei Anmeldung das Gewünschte ankreuzen!
Weitere Leistungen Kursunterlagen und Teilnehmerzertifikat

 

Warum wird die Fachkraft Strohballenbau benötigt?  

Auf Grund des großen Interesses am ökologischen Bauen hat in den letzten Jahren der Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. (FASBA) Grundlagenarbeit für den Strohballenbau geleistet und das Bauen mit Strohballen bis zur Anwendungsreife gebracht: Anfang 2006 wurde eine erste allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erwirkt. Seitdem sind Baustrohballen als zugelassener Baustoff anerkannt und sie dürfen in einem bestimmten Anwendungsbereich als Wärmedämmstoff verwendet werden. Seit 2014 ist auch die Direktverputzung von Stroh mit Lehm oder Kalk von der Zulassung abgedeckt. Die Strohbaurichtlinie des FASBA, ebenfalls aus dem Jahr 2014 dient allen am Bau Beteiligten als Regelwerk für die Qualitätssicherung und fachgerechte Ausführung der Strohbauweise. Beides kann auf der Homepage des Fachverbandes Strohballenbau Deutschland e.V. heruntergeladen werden.
Neben den grundlegenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist vor allem auch die Qualifizierung von Handwerkerinnen und Handwerker notwendig, um gerade in der Praxis eine gute Umsetzung dieser Bauweise zu gewährleisten. Noch können die wenigen bundesweit im Strohballenbau erfahrenen und oft selbständigen Handwerkerinnen und Handwerkern die regional anwachsenden Nachfragen nach privaten und für öffentliche Zwecke genutzten Gebäuden in dieser Bauweise nicht mehr befriedigen.
Aus diesem Grund hat der FASBA unter der Leitung von Burkard Rüger und Dittmar Hecken schon in der Zeit vom Februar 2011 bis Januar 2013 mit der finanziellen Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die vorliegende Weiterbildung für Handwerker und Handwerkerinnen zur Fachkraft Strohballenbau (FASBA) entwickelt und seit dem auch schon mehrmals erfolgreich durchgeführt.

Wer kann an der Weiterbildung teilnehmen?

Außendämmung mit StrohballenAn der Weiterbildung teilnehmen können Menschen mit einem abgeschlossenen handwerklichen Beruf oder auch solche, die über eine mehrjährige Baustellenerfahrung verfügen (möglichst im Bereich Strohballen- oder Lehmbau). Auch für Arbeitssuchende und Berufsschullehrer aus diesen Berufsgruppen sowie für PlanerInnen ist diese Weiterbildung offen.

Inhalte der Weiterbildung

Der Stoffplan umfasst folgende Kernthemen, die ihrerseits weiterhin thematisch untergliedert sind:

  • 01a FensterdetailKennenlernen und Einführung
  • Grundlagen zum Bauen mit Stroh
  • Ständerbauweise
  • Putze und Bekleidungen
  • Bauphysik und Nachhaltigkeit
  • Lasttragender Strohballenbau
  • Außendämmung mit Strohballen
  • Selbständigkeit und Wirtschaftlichkeit im Strohballenbau

Welche Vorteile bietet die Weiterbildung?

Die Nachfrage nach nachhaltigen und wohngesunden Gebäuden wird derzeit immer größer, so dass sich hier ein neuer und interessanter Markt entwickelt.
Im Folgenden einige Gründe, warum das Bauen mit Strohballen diesbezüglich sehr zukunftsträchtig ist:

  • Verputzte ModellwandDie Wärmedämmung von Strohballen ist sehr gut (Lambda = 0,052 [W/mK]. Strohballenwände haben damit einen U-Wert von 0,15 [W/m²K]. Damit kann Passivhausstandard erreicht werden!
  • Der Primärenergiebedarf (Herstellungsenergie) bei Gebäuden wird eine ähnliche Wichtigkeit bekommen wie der Energieverbrauch der Gebäude während der Nutzung. Gebäude, die mit Baustoffen mit einem niedri­gen Primärenergieeinsatz gebaut wurden – z.B. aus nachwachsenden Rohstoffen, sind dabei gegenüber klassischen Massivhausbauweisen (mineralische Bau- und Dämmstoffe mit hohem Herstellungsaufwand) klar im Vorteil:
    Ein aus Beton gebautes Gebäude, das mit Polystyrol gedämmt wird, kann zwar eine gute Dämmung erreichen, braucht dagegen aber bis zu 80 Jahre, um seinen Primärenergieeinsatz zu amortisieren.
  • Neben der Primärenergie wird zunehmend die CO2-Bilanz eines Baustoffes wichtig werden:
    Während die Herstellung einer EPS-gedämmten Stahlbetonwand die Atmosphäre mit 84 kg/m² CO2 verschmutzt, entlastet eine Strohballenwand hingegen die Atmosphäre mit ca. 83 kg/m² CO2.
  • Ein Strohballenhaus ist energiesparend bei der Herstellung sowie im Betrieb und schont damit die Umwelt und den Geldbeutel:
    Im Vergleich zu einem konventionellen Einfamilienhaus kann ein Strohballenhaus herge­stellt und ca. 10 Jahre beheizt werden, bevor es den Energieaufwand verur­sacht, den dieses allein zu seiner Herstellung benötigt.
  • Verputzen einer ModellwandStroh fällt jährlich bei der Getreideernte an. Seine Produktion verbraucht keine zusätzlichen Flächen, die zur Nahrungsmittelproduktion benötigt werden.
    Etwa ein Fünftel des anfallenden Strohs kann dem landwirtschaftlichen Kreislauf entnommen werden. Damit ließen sich jährlich 350 000 Einfamilienhäuser bauen.
  • Im Verbund mit Holz und Lehm lassen sich aus Strohballen Gebäude erstellen, die gesundheitlich unbedenklich sind und durch den Lehminnenputz ein angenehmes Raumklima besitzen.
  • Beidseitig verputze Wände haben sehr gute Brandschutzeigenschaften.
  • Mit Strohballen ist es nicht nur möglich neue Häuser zu bauen, sondern auch beste­hende Häuser von außen zu dämmen, um so einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauches zu leisten.
  • Mit dieser Bauweise kann man effizient vorfertigen, wie auch den Bauherren eine Möglichkeit der Selbsthilfe anbieten.

Hier einige Rückmeldungen von den Teilnehmenden:

Modellwand„Nachdem mir anfangs manche Menschen sagten: „Warum so viel Geld für `ne Ausbildung? Mach doch `ne Mitmachbaustelle und dann kannst Du das auch“, hatte ich gezweifelt, was ich da tue. Nun kann ich überzeugt sagen, denn ich hab`s erfahren:

  1. Kann man auf einer Mitmachbaustelle nur eine Technik erfahren.
  2. Weiß ich nicht, ob dort nicht dicke Fehler gebaut werden.
  3. Wer auch richtig wichtigen theoretischen Hintergrund haben will, um zu kapieren was er macht, lernt das nicht an einem Wochenende.
  4. Bringt man zur Mitmachbaustelle auch noch Geld mit, dann doch lieber richtig in die Zukunft investieren.

Die Ausbildung beim FASBA ist qualitativ auf höchstem Niveau, spannend vom Anfang bis zum Schluss, vielseitig mit diversen Referenten über verschiedene Strohballenbauweisen, anspruchsvoll und anstrengend.
Darüber hinaus habe ich ein sanftes, feinfühliges Lernklima erfahren mit 2 lustigen und tollen Häuptlingen: Dittmar und Burkhard. Das Geld für die Ausbildung ist so gut angelegt, denn ich habe viel Fachwissen erlangt und gute Impulse für meine Selbständigkeit erhalten.
Ich wünsche uns allen, dass immer mehr mit dem fantastischem Baustoff Stroh gearbeitet wird.“

„Dieser Lehrgang ist eine Bereicherung fürs Leben. Man lernt nicht nur Strohballenbau sondern auch menschliches Miteinander.
Die Dozenten wurden ihren Anforderung mehr als gerecht, in jeder Hinsicht, sehr kompetentes Fachwissen sowie gegenseitiges Füreinander. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Kurse bei Euch.“

Anbringen der Luftdichtigkeit„Die Weiterbildung zur Fachkraft Strohballenbau vermittelt, mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis, am Beispiel einer bestimmten Bauweise, wie man zeitgemäß und den modernen Anforderungen entsprechend mit Stroh bauen kann. Gleichzeitig schaffen es die Kursleiter einen Überblick über die weiteren zahlreichen Möglichkeiten des Bauens mit Stroh zu geben und regen an, selbst neue Ideen zu entwickeln.
Ein sehr ambitionierter Kurs bei dem ein breites Fachwissen über das ökologische Bauen an sich und den Strohballenbau im Besonderen vermittelt wird.“

„Für mich war die Weiterbildung horizonterweiternd, sowohl im fachlichen, als auch im sozialen Bereich. Qualitativ sehr hochwertig. Die Vielfalt der Bauweisen und Möglichkeiten mit Stroh zu bauen war für mich überraschend und sehr überzeugend. Die Referenten sind mit Herz dabei und haben die Inhalte treffend und fachlich hochwertig vermittelt. Es hat mir große Freude gemacht und ich bin glücklich hier gewesen zu sein.“

„Der Lehrgang „Fachkraft Strohballenbau“ ist mehr als ein fachlich sehr gut geleiteter Lehrgang, bei dem man alle praktischen wie theoretischen Fragen erklärt bekommt. Es werden sehr gute Dozenten und Dozentinnen in allen Bereichen gestellt. Der Umgang untereinander hatte Vorbildcharakter, worin die Dozenten einen großen Anteil hatten.“

„Es war für mich großartig, diese geballte Ladung Strohballenkurs mit so vielen Fachreferenten mitnehmen zu können. Diese haben fachlich als auch menschlich überzeugt. Bin nun noch mehr gebannt von Stroh, Holz und Lehm.“

Inzwischen sind schon etliche der Teilnehmenden auf Strohballenbaustellen tätig.


Ansprechpartner:

Für die Anmeldung:
Dittmar Hecken
Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e.V. (BiWeNa)
Artilleriestr. 6
27283 Verden
Tel.: 04231 – 960 254 51
Mail: info@biwena.de

Bei Fragen zum Seminar wenden Sie sich bitte an:
Dittmar Hecken:  Tel.: 04231 – 960 254 51

 

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